Job-Talk: Ausbilder für Flurförderzeuge Mike Huijs
Stillstehen? Nichts für Mike Huijs! Als logistischer Vorarbeiter, Fahrlehrer für Flurförderzeuge und Präventionsmitarbeiter bei Goedhart Patisserie in Panningen und Sevenum hat er dafür glücklicherweise auch kaum Zeit. In seinen sechzehn Jahren bei Bakker Goedhart hat er sich eine abwechslungsreiche Tätigkeit geschaffen. „Kein Tag ist hier wie der andere. Und in meinem Job schon gar nicht. Genau das ist das Schöne an dieser Arbeit.“

Vom Konditorwesen zur Logistik
Mike fing Ende 2009 als Zeitarbeiter in der Bäckerei an, in der Dekorationsabteilung. Ursprünglich, um als Betreuer von Outdoor-Aktivitäten die ruhige Winterzeit zu überbrücken. Dekorieren war nicht ganz sein Ding, aber der Wechsel in die Logistik war ein Volltreffer. „Ich bin niemand, der auf einem Quadratmeter stillstehen kann.“ Die Arbeit und die Aussicht auf einen festen Vertrag überzeugten ihn: Nach einem Jahr wurde er fest übernommen. Ein Kollege sagte damals schon voraus, dass Mike hier grau werden würde. „Er hat recht behalten. Denn sechzehn Jahre später bin ich immer noch da.“
Alles beginnt mit einer guten Vorbereitung
In der Logistik kommt er in alle Abteilungen der Bäckerei. Logistik bei Bakker Goedhart ist nämlich weit mehr als das Be- und Entladen von Lkw – auch die interne Bereitstellung von Zutaten und Materialien für die Produktion gehört dazu. Zudem sind die Mengen beachtlich. Mehrmals pro Woche kommen beispielsweise große Lieferungen an Verpackungsmaterial an. Auch im Rohstofflager herrscht reger Betrieb. Dort treffen täglich drei bis manchmal sogar acht Lkw ein. Rohstoffe werden kontrolliert, eingelagert und bei Bedarf gemäß Rezeptur abgewogen. „So können die Bäcker schnell mit ihrem Teig weitermachen.“
Fünfunddreißig Grad und trotzdem einen kühlen Kopf bewahren
Von Rezepturen für zehn Kilo bis hin zu Mengen von einem halben Kilo: Präzision ist wichtig. Genau wie Lebensmittelsicherheit. Und eine gute Verwaltung: „Wenn nicht das geliefert wird, was auf dem Lieferschein steht, hat das Folgen für die Produktion und die Rechnungsstellung. Man muss also aufmerksam sein.“ Gekühlte Rohstoffe werden bei der Anlieferung ebenfalls gründlich geprüft: „Wenn etwas nicht richtig gekühlt ist, dürfen wir es nicht annehmen.“ Auch frisches Obst wird kritisch begutachtet. „Bei Erdbeeren schauen wir zum Beispiel genau hin, ob kein Schimmel dabei ist.“ Und während heißer Perioden behalten Mike und seine Kollegen die Temperaturen der Kühlzellen genau im Auge. Kritische Produkte können in eine andere Kühlzelle verlagert werden und Türen bleiben so weit wie möglich geschlossen.
Vom Kollegen zum Ausbilder
Abwechslung gibt es also genug. Und Herausforderungen auch: Als die Logistik auf Schichtbetrieb umstellte, wurden Vorarbeiter gesucht. Mike meldete sich und leitete zusammen mit einem Kollegen etwa vier Jahre lang ein Team von sechs Personen. Als sich die Organisation später erneut änderte und die Abläufe besser strukturiert waren, suchte Mike eine neue Herausforderung. Diese fand er als Ausbilder für Flurförderzeuge. Inzwischen hat er bereits rund 200 Kollegen im sicheren Umgang mit unter anderem elektrischen Hubwagen und Staplern geschult. Das macht er nicht nur in Panningen und Sevenum, sondern früher auch an anderen Standorten der Bäckerei. „Das mache ich unglaublich gerne. Man arbeitet mit Menschen und kann jemandem etwas Neues beibringen.“
Sicherheit als Basis
Und das liefert laut Mike sichtbare Ergebnisse. „Nach dem Kurs achten die Leute besser auf. Zum Beispiel, wenn der Boden nass ist oder wenn sie eine Kurve fahren. Sie fahren ruhiger und sicherer.“ Und das ist besser für die Menschen und das Material. Und damit für die Kontinuität: „Wenn wir im Tiefkühlbereich keinen Reachtruck haben, steht alles still. Stillstand ist tödlich.“
Seit November 2025 hat Mike eine weitere Rolle, in der Sicherheit eine zentrale Rolle spielt: Präventionsmitarbeiter. Gemeinsam mit dem Qualitätsmanager kümmert er sich um die Registrierung und vor allem um die Prävention von Sicherheits- und Gesundheitsproblemen.
Kritisches Hinterfragen und Verbessern
Das bedeutet, die Arbeitsumgebung und das eigene Verhalten kritisch zu betrachten. An verschiedenen Stellen wurden bereits Verbesserungen umgesetzt. So sind bewegliche Maschinenteile besser abgeschirmt. Bei einem Turm in Sevenum wird an einem Verfahren gearbeitet, mit dem der technische Dienst die Anlage sicher inspizieren kann. „Man muss den Turm abschalten, um an die Teile zu gelangen. So kommt man gar nicht erst in Versuchung, mal eben schnell etwas zurechtzurücken.“ Für Mike ist das genau das, worum es bei Sicherheit geht: „Nicht nur reagieren, wenn etwas schiefgeht, sondern im Voraus darüber nachdenken, was besser und sicherer gemacht werden kann.“
Gemeinsam anpacken
Kurz gesagt, Mike kann seine Energie und sein Talent in der Bäckerei voll einbringen. Und das genießt er: „Man packt gemeinsam an, um ein tolles Endergebnis zu erzielen.“ Nach sechzehn Jahren bei Bakker Goedhart hat er immer noch genug Herausforderungen. Was sein nächster Schritt sein wird? Das weiß er noch nicht. „Wer weiß, was auf mich zukommt.“ Eines weiß er jedoch: Bei Bakker Goedhart gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. „Sonst wäre ich hier auch keine sechzehn Jahre geblieben.“